Der Schwierigkeitsgrad verschiedener Bewegungen, Elemente und Tricks aus der Sicht der Richter
Von Attila Szkukalek (übersetzt durch Katrin Stiller)

Nach dem Weihnachtsturnier der Paws n Music Organisation's ( UK ) warfen einigen Leute die
Frage auf, wie man den Schwierigkeitsgrad der verschiedenen Tricks und Bewegungen bewerten und richten soll, im Hinblick und mit Berücksichtigung auf das Trainieren und Lehren .
Die Kontroverse entfachte durch den Einwand, dass die verschiedenen Rassen bestimmte Tricks und Bewegungen verschieden schnell erlernen können.
Und bedingt durch den unterschiedlichen Körperbau jeder Rasse, der Grösse, des Gewichts etc. sind sie individuell limitiert bei der Fähigkeit bestimmte Bewegungen auszuführen und zu erlernen. Collies können z. B. grosse, weite Zirkel leichter als jede andere Rasse/ Hunde erlernen.
Kleine und leichte Hunderassen mögen es oft auf den Hinterbeinen zu stehen, während es dagegen Collies oft schwerer fällt, und es wäre fast unmenschlich dies von einer grossen, schweren Rasse ( z.B. Deutschen Schäferhund ) ohne Hilfe und Unterstützung zu verlangen.
Ich stimme diesen Ansichten einerseits zu, auf der anderen Seite denke ich, dass es auch allgemeine Punkte über die Schwierigkeit beim Erlernen von Bewegungen und Tricks in der gesamten Hundewelt gibt, individuel für jede Rasse, jeden Hund.
Es ist leichter einem Border Collie einen Zirkel um uns herum beizubringen, als einen Zirkel auf ( 10 - 20 m ) Distanz.
Andererseits fangen wir ja auch nicht an den Zirkel auf Distanz zu trainieren, bevor er es um uns herum noch nicht beherrscht.
Zurück zu dem Schwierigkeitsgrad der Bewegungen und Sequenzen. Ich habe einige allgemeine Prinzipien aufgelistet, die, wie ich glaube, auf die Mehrheit der Hunderassen bei einer Choreografie und beim Richten angewandt werden können. Der Schwierigkeitsgrad der hier aufgeführten Bewegungen / Elemente ist von links nach rechts ansteigend.
Die Kombination zweier aufgelisteter Bewegungen / Tricks oder ganze Sequenzen multipliziert und erhöht natürlich die zu bewertende Schwierigkeit.
So ist z.B. das Rückwärtskriechen für jeden Hund deutlich schwieriger als das Rückwärtslaufen. Es ist auch schwieriger mit dem Hund an einer Position zu arbeiten, wo der Hund uns nicht sehen kann, als in einer Front-, oder Fussposition.

Laufrichtung
Vorwärts > Rückwärts > Seitwärts

Richtung während des Laufens
Gerade > Kurvig > Zirkel gegen den Uhrzeigersinn/ mit dem Uhrzeigersinn (massgebend ist hier die Position des Hundeführers HF und des Hundes > Drehung an Ort mit oder gegen den Uhrzeigersinn

Positionen
Vor dem HF (Blick weg vom HF) > Zwischen den Beinen des HF > Fuss links / rechts > hinter dem HF

Geschwindigkeit
Gehen > Traben > Galloppieren (obgleich z.B. auch ein langsames Gehen für schnelle Hunde schwierig sein kann)

Art der Bewegung
Auf vier Pfoten > Kriechen / Krabbeln > Auf 2 Pfoten

Sprünge
Durch / Über Hilfsmittel bzw. Requisiten > Über / Durch die Beine des HF > Über / Durch die Arme des HF > Über den Körper des HF
Umgekehrte Positionen
Zwischen den Beinen des HF > Vor dem HF (Blick dem HF) > Fuss links / rechts > Hinter dem HF

Entgegengesetzte Bewegungsrichtungen (rückwärts)
Geradeaus > um den HF herum > um ein Bein des HF > Rückwärts Slalom

Kontrolle über den Hund
HF sieht den Hund > HF sieht den Hund nicht > Hund und HF schauen in entgegengesetzte Richtungen

Distanz
Hund befindet sich dicht beim HF > Hund befindet sich weiter weg vom HF

Art der Kommandogebung
Handzeichen > Zeichengebung mit Requisiten > gesprochene Kommandos mit gleichzeitig tänzerischen Körperbewegungen

Hoffentlich gibt ihnen diese Liste einen Einblick, wie die verschiedenen Elemente, Tricks und Bewegungsformen nach den verschiedenen Schwierigkeitsgraden gerichtet werden koennen, dass sie hilfreich für jeden ist, der eine Choreografie erarbeiten und mit seinem Hund entsprechend trainieren moechte.
Weiterhin hoffe ich sehr, dass dieser Sport eine Grundlage für eine wundervolle Bindung zwischen Mensch und Hund darstellt, es auf dem derzeitigen Weg weltweit fortgesetzt wird, dass Wettbewerber Auffuehrungen auf einem hohen Niveau des Hundestrainings presentieren, in ausgewogener Teamarbeit.

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Copyright 2007 Happy Pets - Attila Szkukalek