Alles begann 1996 als ich gerade meine Hundeschule "Happy Pets" ins Leben rief. Bis dahin hatte ich über 15 Jahre Hunde trainiert, ausgestellt und gezüchtet. Ich hatte von Boxer bis Neapolitanische Mastiffs viele der Arbeitsrassen trainiert und lief mit diesen Hunden erfolgreich in der Disziplin "Schutzhund".

Zu dieser Zeit besuchte ich die "Discover Dogs Show" in London und sah die fantastischen Darbietungen von Mary Ray und Donelda Guy. Ich hatte zu dieser Zeit keinen eigenen Hund, doch während dieser 2-3 Minuten, in welcher Mary und Donelda und ihre Hunde durch den Ring wirbelten, wusste ich, dass mein zukünftiger Hund und ich später einmal diese Sportart ausüben würden.
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Attila & Fly
Ein Freestyle Dreamteam

Wie auch immer, es dauerte weitere zwei Jahre, bevor ich zu einem Hund kam und zu Beginn war mir nicht einmal bewusst, was für ein excellentes Tier da zu mir kam.
Ich bekam einen Anruf einer Frau, welche mit ihrem Border Collie Welpen bei mir in der Welpenspielstunde gewesen war. Der Junghund sei ihr gegenüber sehr durchsetzungsfähig ja manchmal regelrecht aggressiv, wenn sie etwas von ihrem Hund wollte, dieser aber nicht damit einverstanden war;-) Und weil der Junghund immer mehr Probleme machte, wollte sie für sie ein neues Heim finden.
Fly erwies sich als sehr wilde Hündin mit tatsächlich jeder Menge Energie, welche es zu kanalisieren galt. Sie hatte schon ein wenig Basiserziehung gehabt, deshalb begannen wir gleich mit Fussarbeit, fortgeschrittenen Obedience-Übungen und einfachen Tricks: Rolle, Twist, Winken, High-Five, etc.

Ein Jahr später traf ich Annie Clayton am Turid Rugaas Workshop, welche mich überredete, am HTM Wettkampf in Leicester teilzunehmen, nachdem sie Fly gesehen hatte. Wir nahmen auch tatsächlich in Leicester teil und zu meiner Überraschung gewannen wir die Novice Klasse.

Dieser Wettkampf hatte grossen Einfluss auf meine weiteren Fortschritte, da ich die super Tänze von Donelda Guy und Mary Ray sah. Vor allem einige Rückwärts- und Hinterbein-Elemente beeindruckten mich sehr. Mir fiel ausserdem auf, dass es Teams gab, welche einen neuen Stil hatten, der nicht mehr Heelwork to Music war.
Ein paar Tage nach meinem ersten Wettkampf begann ich, Tanzlehrer anzurufen, in der Hoffnung einen zu finden, der mir beibringen würde, mit meinem Hund zu tanzen. Und ich fand eine sehr nette und ausserordentlich talentierte Lehrerin, Heather Millan.

Nachdem Heather (erfolglos;-) versucht hatte, mir Spanische Tanzschritte beizubringen, realisierte, dass es wohl einfacher sei, mir ein Thema für einen Tanz zu finden, welches zu meinem natürlichem Schritt passt, anstatt mir tanzen beizubringen... Und schon war der Charlie Chaplin Tanz geboren.
Seit diesem Tanz hatten wir auch mit unserem nächsten Tanz, dem Gladiator, viel Erfolg und ein neuer Tanz wird demnächst auf diversen Vorführungen zu sehen sein!
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Ich erinnerte mich an Fly, die schon in der Welpenspielstunde sehr selbstbewusst und rotzfrech gewesen war und ich dachte, es ist Zeit für einen Hund, weshalb also nicht einmal Fly anschauen gehen...

Ich sah sie und mochte ihre Art sehr, sie war sehr verspielt und hätte man sie gelassen, hätte sie ohne weiteres einen Stock oder Ball für 30 Minuten geholt und gebracht. Ich ging nach Hause und entschied noch am gleichen Abend, dass ich Fly nehmen würde.